Praktische Quellen für neue Themen, wenn der Kopf gerade leer ist.
Was schreibst du diese Woche? Wenn dir darauf gerade keine Antwort einfällt, kenne ich das gut. Der Veröffentlichungstermin rückt näher, der Kopf ist leer, und die Versuchung ist groß, einfach irgendetwas Belangloses rauszuhauen. Ein paar verlässliche Quellen helfen mir seit Monaten, genau aus diesem Loch wieder rauszukommen.
Die eigene Community fragt schon die richtigen Fragen
Kommentare und Direktnachrichten sind meine ergiebigste Ideenquelle, ehrlich gesagt fast schon zu ergiebig – ich müsste eigentlich öfter reinschauen. Taucht eine Frage mehrfach auf, ist das ein klares Signal: Ein ausführlicher Beitrag dazu wird gelesen werden, weil die Nachfrage schon da ist, bevor überhaupt eine Zeile geschrieben wurde.
Die eigene Lernkurve ist Content
Alles, was ich selbst gerade ausprobiere, falsch mache oder erst noch verstehe, kann ein Beitrag werden. Ehrliche Einblicke in eigene Fehler kommen bei mir regelmäßig besser an als polierte Erfolgsberichte – vermutlich, weil sie einfach glaubwürdiger wirken. Niemand glaubt, dass alles immer glattläuft.
Alte Inhalte sind eine Goldgrube
- Einen älteren Beitrag mit neuen Erkenntnissen aktualisieren
- Ein Thema, das nur kurz angerissen wurde, jetzt ausführlich behandeln
- Häufige Fragen zu einem alten Beitrag in einem eigenen neuen Beitrag beantworten
- Zwei bestehende Themen kombinieren und daraus eine neue Perspektive machen
Eine Liste, die nie leer ist
Ich trage seit einiger Zeit jede Idee, egal wie halbgar, sofort in eine einzige Notizliste ein. Manche Einträge sind nur drei Wörter lang und ergeben Monate später erst Sinn. Genau diese Liste rettet mich an Tagen, an denen sonst gar nichts kommt – ohne sie hätte ich vermutlich schon mehrfach eine Veröffentlichung ausfallen lassen.
Auch außerhalb der eigenen Nische suchen
Nicht jede Idee muss aus dem eigenen Themenfeld stammen. Ein Gespräch beim Kaffee, ein Artikel aus einem völlig anderen Bereich, eine Beobachtung im Alltag – mit ein bisschen Übertragungsarbeit wird daraus oft ein Blickwinkel, den in der eigenen Nische noch niemand so gebracht hat.
Nicht jede Idee muss brillant sein
Lange dachte ich, jede Idee müsse außergewöhnlich sein, sonst lohnt sich die Veröffentlichung nicht. Diese Erwartung war ein Fehler. Viele solide, unspektakuläre, aber nützliche Beiträge bringen langfristig mehr als die Suche nach dem einen genialen Einfall, der ohnehin selten pünktlich zum Redaktionsplan erscheint.
Weiter geht's
Es gibt noch einiges mehr zu diesem Thema zu sagen — auf Instagram und in weiteren Blogartikeln poste ich regelmäßig dazu.